Horsemanship

 

Horsemanship bedeutet nichts anderes als "Umgang mit dem Pferd". Jeder, der mit Pferden zu tun hat, praktiziert es auf irgendeine Weise. Für mich findet gutes Horsemanship statt, wenn sich dabei die Beziehung zwischen Mensch und Pferd verbessert, Vertrauen und gegenseitiger Respekt entsteht, die Kommunikation sich verfeinert und Probleme weniger problematisch werden. 

  

Mentales und physischen Training des Pferdes sind eng miteinander verwoben. Das mentale Training fällt mehr in den Bereich Horsemanship, während das physisch-gymnastizierende Training eher Sache der Ecole de Légèreté ist.

 

2 1/2 jährige Kentucky-Mountain-Horse Stute bei den Basics Biegen und dem Seil folgen

Toll ist es, beide Ansätze zur Verfügung zu haben und nach Bedarf die Übungen und Hilfsmittel des einen oder des anderen Systems auswählen zu können.

 

So kann das seitliche Biegen eines Pferdes als rein gymnastische Übung verstanden werden. Es setzt jedoch voraus, dass das Pferd mir mental sein Vertrauen ausspricht, während es in der Biegung seinen Überblick und seine Fluchtbereitschaft aufgibt.

 

 

4-jährige New Forest Stute beim vertrauensvollen Anreiten

Mit dem Thema Horsemanship befasse ich mich seit einigen Jahren zunehmend mehr. Ein fairer und stressfreier, dabei aber klarer Umgang mit dem Pferd ist leider oft nicht selbstverständlich. Und der beginnt lange bevor wir aufsteigen, nämlich bereits wenn wir den Stall betreten, das Pferd begrüßen, halftern, putzen, zum Reitplatz führen...

Deshalb fließt das Horsemanship in jede Pferdeausbildung ein, je nach Vorkenntnis des Besitzers in unterschiedlicher Gewichtung, und ich nutze die vielen Parallelen, die zur Ausbildung in der Légèreté bestehen. 

 

Alles entspannt!

Das Horsemanship stellt für mich keine eigenständige Disziplin dar, sondern es ist die Grundlage für alles Weitere und der Weg zu einem sicheren und mitarbeitsbereiten Pferd.

 

Über die Jahre lernte ich das Silversand-System von Steve Halfpenny kennen, stehe im Austausch mit Parelli-Schülern und setze mich mit den Methoden von Ray Hunt, Tom Dorrance, Buck Brannaman, den Brüdern Pignon u.a. auseinander.

Seit 2015 hatte ich mehrere Zusammenkünfte mit Ian & Anke Benson. Ihre Auslegung des Horsemanship nennen sie Humanship, mit der Idee, dass der Mensch ein besserer Mensch für sein Pferd wird. Von den Beiden lerne ich ein möglichst druckfreies Horsemanship, mit dem ich mich sehr wohl fühle und das ich inzwischen auch sehr gerne an meine Schüler weitergebe. Nachdem Ian & Anke umgekehrt sehr am System der Ecole de Légèreté interessiert sind, findet zwischen uns ein sehr inspirierender Austausch statt!

 

Humanship Ian & Anke Benson: http://www.humanship.co.nz

 

 

Silversand-Horsemanship/ Steve Halfpenny: www.silversand.com.au

Silversand-Horsemanship in der Pfalz: Kurt Blickensdörfer

Buck Brannaman: www.brannaman.com